FAU: Gastvortrag »Sprechende Wände. Urban Screens zwischen kommerzieller Werbung und künstlerischer Intervention« am 18. Juni 2019

Gastvortrag von Dr. Claudia Tittel (Bauhaus-Universität Weimar) am Dienstag, 18. Juni 2019, 16.15-17:45 Uhr, Raum C 202 (Bismarckstrasse 1, Erlangen) im Rahmen der Veranstaltungsreihe des Büros für Gender und Diversity und der Frauenbeauftragten der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie „Role Models. Weibliche Gastvorträge in den Geistes- und Sozialwissenschaften“.

Urban Screens, Medienfassaden, Medienarchitektur sind aus unserem modernen Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Sie versenden ihre Bilder und Botschaften via Lichtstream und verwandeln die Gebäudeoberflächen in visuelle Spektakel: Riesige bewegte Bilder leuchten nachts an Fassaden, Screens stapeln sich über- und nebeneinander und türmen sich zu monumentalen sprechenden Bildwänden auf. Nach einer langen Phase, in der sich die Architektur einer formalen Strenge unterwarf, funkeln nun ganze Bauten wieder, sie glitzern, flimmern und lösen sich in der Licht- und Bilderflut auf. Diese Medienwände spiegeln nicht nur die zunehmende Digitalisierung auf besonders sichtbare Art und Weise wider, sondern auch unsere Konsumgesellschaft. Dabei verändern diese „sprechenden Wände“ nicht nur das städtische Erscheinungsbild, sondern auch unsere Vorstellung von Architektur und Stadtraum. Architektur fungiert hier v.a. als Werbeträger; der Stadtraum wird zur Medieneventzone und mehr und mehr vom Kommerz bestimmt. Dem gegenüber stehen innovative Medienkunstprojekte, die auf die zunehmende Kommerzialisierung des urbanen Raums reagieren, die diese Medienwände mit eigenen Inhalten bespielen und neuartige künstlerische Formate erfinden. Der Vortrag möchte einerseits verschiedene Medienarchitekturbeispiele vorstellen und andererseits künstlerische Beispiele zeigen, die diese medialen Formate für künstlerische Projekte nutzen.

Biografie

Claudia Tittel, Studium der Kunstgeschichte und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin und Kunstgeschichte, Architektur und Stadtplanung an der Sorbonne-Panthéon-Paris I und der Ecole d’Architecture de Belleville Paris. Promotion über Klang als bildnerisches Material an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2018 wissenschaftliche Assistentin an der Professur Medienphilosophie, vorher Research Fellow am IKKM Weimar sowie wissenschaftliche Assistentin an der Professur Geschichte und Theorie der Kulturtechniken der Bauhaus-Universität Weimar, dem Lehrstuhl für Geschichte und Ästhetik der Medien an der Friedrich-Schiller- Universität Jena. Neben ihrer Forschungs- und Lehrtätigkeit kuratorische Projekte u. a. an der Akademie der Künste Berlin, der Academy of Visual Arts Vilnius, dem Klinger-Forum Leipzig sowie Kunstverein Gera, Museum für Angewandte Kunst und Kunstsammlung Gera. Zahlreiche Publikationen über Klang-, Medien- und Performancekunst, moderne Architektur und kuratorische Praxis.

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