Festival »net:works – kultur und öffentlichkeit zwischen analog und digital« vom 9. bis 25. Oktober 2015

Das Festival geht in zahlreichen Veranstaltungen den Fragen und Konsequenzen der digitalen Revolution für Kultur, Öffentlichkeit und Künstler nach. An den 18 Festivaltagen finden im Großraum Nürnberg, Fürth, Erlangen und Schwabach in Kulturzentren, Kinos, Museen, Theatern und an anderen Orten  Ausstellungen, Theateraufführungen, Performances, Workshops, Vorträge und Gespräche statt, die auch die Konsequenzen der digitalen Revolution für Kultur, Öffentlichkeit und Kunst hinterfragen. Ein Schwerpunkt bildet dabei die Auseinandersetzung mit Games als Kulturgut und dem Spannungsfeld von Digitalisierung und Vernetzung in der analogen Kunst.

Eine Programmübersicht finden Sie unter: www.networks15.de, einige Highlights hier:

9. Oktober bis 22. November 2015 im Kunsthaus im KunstKulturQuartier (Nürnberg)
extralife – Eine Ausstellung zur Videospielkultur

Welche unterschiedlichen Formen von Interaktivität gibt es und wie lassen sich in Videospielen Geschichten entwickeln? Die Ausstellung öffnet den Blick auf die spannenden Facetten des Mediums und die Aktivitäten der Spieler und macht damit die Faszination des digitalen Spiels erlebbar. Die mannigfaltige Ästhetik und Strahlkraft künstlicher Welten sowie die zahlreichen Aktivitäten der Spielerschaft sind Schwerpunkte dieser Ausstellung. Neben den analytischen und dokumentarischen Zugängen wird auch reichlich Gelegenheit zum Ausprobieren und aktiven Spielen geboten.

Außerdem gibt es im Filmhaus Nürnberg ein reichhaltiges Filmprogramm zum Thema des Festivals.
Am 10. Oktober moderiert Peter Podrez (ITM) ein Podiumsgespräch zum Thema Film & Games.

10. bis 24. Oktober 2015, Erlangen
Rimini Protokoll (Stefan Kaegi / Jörg Karrenbauer): Remote Erlangen
Interaktiver Audiowalk

Bei „Remote Erlangen“ werden die Teilnehmer von einer künstlichen Stimme, wie man sie aus GPS-Navigationsgeräten oder von Ansagen in Bahnhöfen kennt, gesteuert. Gemeinsam erschließt sich die Gruppe die Stadt, wobei es nicht um Sehenswürdigkeiten und auch nicht um diese spezifische Stadt geht. Kollektives Erleben und individuelles Reflektieren der gemeinsamen Handlungen bedingen sich hier: Sehe ich, was ich höre? Höre ich, was ich sehe? Eine Tonspur zu Straßen, Parkgaragen, Kirchen und Hinterhöfen, ein Blick auf die Stadt, auf ihre Menschen, auf die Gruppe, auf sich selbst. Doch was ist inszeniert und wer beobachtet hier eigentlich wen? Nichts wirkt zufällig, kein Passant ohne Rolle, kein Weg ohne Ziel. – „Remote X“ wurde seit 2013 weltweit realisiert, darunter in Berlin, New York, Sao Paulo und Moskau. Jede neue ortsspezifische Version baut auf der Dramaturgie der Vor-Stadt auf und schreibt das Stück fort.

Ein Künstlergespräch, das Annika Gloystein (ehemals ITM) mit Jörg Karrenbauer von Rimini Protokoll geführt hat, finden Sie hier.

17. bis 25. Oktober 2015, Kunstpalais Erlangen
Ant Hampton & Britt Hatzius: This is not my voice speaking
AutoteatroDeutsche Erstaufführung im Rahmen der Ausstellung SAVE THE DATA!

Die Teilnehmer, in Nullen und Einsen aufgeteilt, betreten einen Raum voller Apparate: ein Plattenspieler, ein Dia-Projektor, 16mm-Film … Einige davon sind alte Bekannte, andere völlig fremd. Eins und Null, digitale Touristen in einem analogen Vergnügungspark, werden von einer eigensinnigen Bedienungsanleitung geführt, deren Identität zwischen einer menschlichen Stimme, Piktogrammen und dem Protagonisten eines Schulungsvideos flirrt.  Die Geräte geben Anweisungen, und das Verhältnis zwischen den Teilnehmenden und dem von ihnen gestarteten System wird bald ebenso abstrus wie das zwischen der höflich-bestimmten Stimme und den dazugehörenden Umrissen von Händen und Köpfen in den Piktogrammen. Was gehört hier zusammen und wer bedient eigentlich wen? – Ant Hampton entwickelt unter der Bezeichnung „Autoteatro“ Stücke, in denen die teilnehmenden Personen einfachen Instruktionen folgen und – ohne Schauspieler und Publikum – ihre eigene Performance generieren.

Am 15. Oktober um 19 Uhr spricht Hans-Friedrich Bormann (ITM) mit Britt Hatzius im Kunstpalais Erlangen.

22. und 23. Oktober 2015, 20 Uhr, Experimentiertheater
OUR WORK IS NEVER OVER – REBOOT!
Ein Stück in fünf Links von und mit Jakob Freese, Marian Freistühler, Undine Klose, Leonie Raulf, Ece Zeynep Tufan (Absolventen des ITM)

Reboot! Wie kann/muss Theater aussehen, das sich dem Phänomen der digitalen Revolution annimmt? Wer sollte sich dieses gleichermaßen überfälligen wie herausfordernden Themas annehmen, wenn nicht die sogenannte „Generation Internet“, die „Kinder der digitalen Revolution“ – Labels, die ebenso kritisch zu hinterfragen sein werden, wie die Institution des Theaters selbst. Dabei reflektieren die Performer die suggerierte Expertise ihrer Generation auf persönlicher Ebene, abstrahieren ihre Beobachtungen als Medienwissenschaftler auf soziale Prozesse innerhalb der Gesellschaft und gehen ferner theaterwissenschaftlich motiviert der Frage szenisch auf den Grund, wie auf der Bühne vom Web erzählt werden kann. – Es spielen fünf Absolventen der Theater- und Medienwissenschaft an der FAU, die aus verschiedenen Regionen Deutschlands nach Erlangen kamen und sich über kleine Produktionen und Projektseminare kennenlernten. Ihr Intresse gilt interdisziplinärem, gesellschaftspolitischem Theater, das sich aus seiner staatlich-institutionellen Bequemlichkeit ins Risiko bewegt und dem Publikum auf Augenhöhe begegnet. Die gemeinsame Arbeit am Themenkomplex „Theater und Netz“ begann im Frühjahr 2014. OUR WORK IS NEVER OVER ist ihre erste gemeinsame Produktion und feierte im Dezember letzten Jahres Premiere. Seitdem wurde das Stück, dem Titel gerecht werdend, stetig aktualisiert und verändert.

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