Bio-Objects, Bio-Subjects (EFI)

Leitung: Prof. Dr. Kay Kirchmann / Dr. Sven Grampp
Projekt im Rahmen der Emerging Fields Initiative der FAU Erlangen-Nürnberg:
Bio-Objects and Bio-Subjects. Exploring the Interface of Science, Technology and Society
(ausgelaufen im Dezember 2014).

Die Kooperation von philosophischer, technischer, naturwissenschaftlicher, medizinischer sowie rechts- und naturwissenschaftlicher als auch technologischer Spitzenforschung vollzieht sich zunehmend in einem engen Geflecht von ökonomischer Erwartungshaltung und medialer Inszenierung. Einen solch tiefgreifenden Veränderungsprozess und die daraus resultierende Folgen zu antizipieren und vor dem Hintergrund der Vertrauenserwartung der Öffentlichkeit zu bearbeiten, ist das Ziel des Projektes „‚Bio-Objects‘ and ‚Bio-Subjects‘. Exploring the Interface of Science, Technology and Society“. Das Projekt führt dabei alle fünf an der FAU bestehenden Fakultäten unter dieser Themenstellung zusammen und wird in enger Kooperation mit internen und externen Spitzenforscherinnen und Spitzenforschern durchgeführt.

Medienwissenschaftliche Projektperspektiven
Die durch Bio-Objects generierte Komplexitätssteigerung bedarf auf gesamtgesellschaftlicher Ebene – also in allen Funktionssystemen – neuerlicher Bearbeitung, Komplexitätsreduktion und Diskursivierung. Hierin genau liegt die Rolle der Massenmedien begründet, die nicht nur den ‚Dingen‘ (Bio-Objects) im Sinne Latours zum Sprechen verhelfen, sondern zugleich auch in komplexen, oft auch widersprüchlichen Diskursen kommunikative Anschlussoperationen offerieren, die wechselweise das genuin Neue der Bio-Objects fokussieren und /oder ebendiese Neuheit durch Konnexionen mit Beständen des kulturellen Gedächtnisses wiederum zu neutralisieren trachten. Symptomatischerweise ist gerade die Transformation von Bio-Objects zu Bio-Subjects eine Operation, die massgeblich durch die mediale Berichterstattung vorangetrieben wird und ihrerseits Reflexions- und Bearbeitungsangebote an andere gesellschaftliche Funktionssysteme artikuliert, aber auch in das Wissenschaftssystem selbst zurückspiegelt. Der latent opake Status etlicher Bio-Objects stellt dabei v.a. an die Optionen der medialen Visualisierung komplexe Anforderungen, erlaubt es den Bildmedien aber zugleich, qua Rekurs auf tradierte Bildmuster und Technophantasmagorien Muster der sinnlichen Verarbeitung des Neuen zu generieren. Der medienwissenschaftliche Beitrag zum Gesamtprojekt wird zum einen in der Mikroanalyse ausgewählter medialen Strategien bei der Berichterstattung über Bio-Objects, zum anderen in einer medientheoretischen Reflexion der zwischen den Funktionssystemen zirkulierenden Diskurse, Rhetoriken und Bilder von Bio-Objects und deren Status in der gesellschaftlichen Bearbeitung des Phänomens liegen.

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