Forschergruppe Dispositive des Fests

(Antragsphase)
Leitung: Prof. Dr. Kay Kirchmann, Dr. Sven Grampp

Antragsteller: Interdisziplinäres Medienwissenschaftliches Zentrum (IMZ)

Gesamtprojekt
Das Forschungsvorhaben geht davon aus, dass einschneidende historische Veränderungen, so genannte Epochenumbrüche, – wie in der Festforschung bereits gut untersucht – stets auch als Wandlungen der Festkultur figurieren. Wir wollen nun fragen, inwiefern und in welchem Maße signifikante Medienwechsel eine Neufiguration des Festlichen bewirken. Umbruchzeiten sind von Steigerungen der festimmanenten Komplexitäten (Verausgabungslogik, Neuordnungen der symbolischen und rituellen Ordnungsgefüge, Neuverhandlung von Liminalität, Veränderungen der Publika und der Art ihrer Teilhabe) gekennzeichnet, die Medienwechsel wahrscheinlich machen, um z.B. kollektive Handlungsorientierung wieder herzustellen, eine reflexive Distanznahme zu ermöglichen, neue Chancen der subjektiven Aneignung zu eröffnen oder auch neue Formen der Transgression zu generieren. Medienumbrüche sollen hier also ausdrücklich nicht als Motor historischer Transformationen angesetzt, sondern vielmehr vor dem Hintergrund geschichtlicher Veränderung als Instrumente zur Reflexion, Transformation oder Bewältigung angefallener sozialer Komplexität beobachtet werden. Dies kann als Wandel des bisher dominanten medialen Dispositivs (Oralität / Literalität, Literalität / Theatralität, analog / digital etc.) virulent werden, mit dem zugleich auch Wandlungen der Festgemeinschaften (lokal, multilokal, dispers, virtuell, vereinzelt und gemeinschaftlich) einhergehen.

Teil- und Unterprojekte

  • TP „Reflexionen des Festes in Theater und Performancekunst seit den 1960er Jahren“ (Prof. Dr. Bettina Brandl-Risi / PD Dr. Eva Wattolik, Kunstgeschichte)
  • TP „Vom Fest zur Katastrophe“ (Prof. Dr. Kay Kirchmann)
  • UP „Gescheiterte Raumfahrtmissionen im Fernsehen“ (Dr. Sven Grampp)

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Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
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Department Medien­wissen­schaften und Kunst­geschichte

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