Publikation

Podrez, Peter: Der Sinn im Untergang. Filmische Apokalypsen als Krisentexte im atomaren und ökologischen Diskurs. Stuttgart: ibidem, 2011.

Alle Jahre wieder wird das Ende der Welt ausgerufen – und muss stets aufs Neue verschoben werden. Der Beliebtheit apokalyptischer Visionen tut dies keinen Abbruch, vor allem in Krisenlagen erblühen sie in schöner Regelmäßigkeit. Apokalypsen sind aber nicht nur Texte, die aus Krisen entstehen, sondern ebenso sehr Texte, die jene Krisen verhandeln und Bewältigungsmöglichkeiten dafür anbieten. Dies ist jedenfalls die sinnstiftende Funktion klassischer apokalyptischer Schriften wie der Johannes-Offenbarung. Doch erfüllen auch moderne filmische Apokalypsen diese Funktion? Inwiefern knüpfen sie dabei an die Jahrtausende alte apokalyptische Tradition an, inwiefern lassen sich Brüche und neue Muster identifizieren? Welche Rolle spielt die Medialität des Films? Peter Podrez geht diesen Fragen anhand von Film-Apokalypsen aus dem atomaren und ökologischen Diskurs auf den Grund. So untersucht er einerseits Nicholas Meyers 'The Day After' und Stanley Kubricks 'Dr. Strangelove or: How I learned to stop Worrying and love the bomb' sowie andererseits Roland Emmerichs 'The Day After Tomorrow' und Ian Gilmores 'Magma: Volcanic Disaster'. Detaillierte Analysen zeigen auf, welche apokalyptischen Ikonographien und Narrateme die Filme in der Inszenierung der atomaren und ökologischen Krise verwenden und welche (Er-) Lösungen sie anbieten. Auf diese Weise enthüllt Podrez in letzter Instanz das Krisenbewältigungspotential moderner filmischer Apokalyptik. – "Beim Lesen stolpert man über interessante Details. So scheint die Apokalypse eines der Fundamente der amerikanischen Selbstkonzeption zu sein." (Ray Filmmagazin, 5/2012). "[Es] liegt eine Publikation vor, die ihren Schwerpunkt auf die formale und inhaltliche Analyse zeitgenössischer Filme legt und aufzeigt, welche strukturierende Bedeutung Filmen in der Bewältigung aktueller Probleme zukommt. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der sozialen Dynamik von Film, in diesem Fall auch derjenigen der Hollywood-Filmproduktion." (Angela Krewani in: MEDIENwissenschaft: Rezensionen | Reviews, 3/2013; die vollständige Rezension finden Sie hier).

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