Publikation

Langner, Julia: Verzweifelte Hausfrauen? Erscheinungsformen der Macht in DESPERATE HOUSEWIVES. Marburg: Tectum, 2009.

Macht macht sexy und kann, wer sexy ist, auch Macht ausüben? Die Eigenschaft "sexy" zu sein, ist jedoch nur eine von vielen, die genutzt werden kann, um Macht zu generieren. Julia Langner betrachtet die amerikanische TV-Serie DESPERATE HOUSEWIVES als Reflexionsort gesellschaftlicher Mechanismen der Machtausübung. Die verzweifelten Hausfrauen Bree, Susan, Gabrielle und Lynette sowie ihre Nachbarschaft und ihre Familien werden mittels eines Portfolios an Theorien aus Philosophie, Soziologie, Psychologie sowie Film- und Fernsehwissenschaft auf Erscheinungsformen der Macht hin analysiert. So entsteht eine reichhaltige Auseinandersetzung mit der TV-Serie DESPERATE HOUSEWIVES, die eine neue Perspektive auf die Analyse dieses Genres als auch eine breitgefächerte und aktuelle Rezeption der Serie selbst zulässt. – "Julia Langners meist phänomenologischer Ansatz bietet die Möglichkeit einer Wesensschau, mit der sich jenseits tieferer psychologischer Deutungsebenen den Interaktionen der Protagonisten gewidmet wird. Dies ist durchaus eine dankbare Aufgabe, da eine interpretatorische Theorieüberformung auf diese Weise vermieden wird. Somit ist Verzweifelte Hausfrauen? eine gelungene Arbeit, die zeigt, dass Medienwissenschaften nicht flach sein müssen, sondern reichhaltige Angebote zum Verstehen, Interpretieren und Sinnieren machen. Langners Darstellungen sind meist komprimiert und schnörkellos; in den allermeisten Fällen solide, immer mit Verve und Lust vorgetragen. Dies ist eine große Stärke ihres Buches, und obwohl das Sujet dies nahelegt, absolut nicht selbstverständlich. [...] Der Tectum-Verlag, Marburg, hat einmal mehr einem gelungenen akademischen Werk ans Licht der Welt verholfen. Die Kulturwissenschaften sind im Zeitalter naturwissenschaftlicher Über-Dominanz gut beraten, ihre dringend notwendige Relevanz deutlich zu demonstrieren. Es wird für zukünftige Generationen von Kulturwissenschaftlern notwendig sein, solch einen libidinösen Zugang zu wissenschaftlichem Denken immer wieder herzustellen und zu erhalten, nicht zuletzt um weiterer Verblödung in Deutschland keinen Vorschub zu leisten. In dieser Hinsicht ist Langners Arbeit vorbildlich. Und es macht auch noch Spaß, diese zu lesen." (Götz Egloff auf die-auswaertige-presse.de; die vollständige Rezension finden Sie hier).

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