ITM: Gastvorträge »Forschungsperspektiven« am 26. Juni und 3. Juli 2018

Das ITM lädt zu zwei Gastvorträgen im Rahmen der Ringvorlesung „Forschungsperspektiven“ ein. Wir freuen uns auf die Beiträge von Dr. Isa Wortelkamp (Tanz- und Theaterwissenschaftlerin, Heisenberg-Stelle der DFG an der Universität Leipzig) und Dr. Knut Ebeling (Professor für Medientheorie und Ästhetik an der weißensee kunsthochschule berlin).

Dienstag, 26. Juni 2018, 14-16 Uhr:
Dr. Isa Wortelkamp: „Fotografien zwischen Tanz und Mode. Zur Inszenierung von Körper und Bewegung in den Aufnahmen von Adolphe de Meyer“

Isa Wortelkamp betrachtet Fotografien von Adolphe de Meyer hinsichtlich ihrer Bedeutung als Tanz- und Modefotografie. Ausgangspunkt bilden die Fotografien zu der Choreografie „L’Après-midi d’un Faune“ von Waslaw Nijinsky, die de Meyer 1912 kurz nach der Premiere in seinem Studio aufgenommen hat. Sie zählen zu den bekanntesten Fotografien des modernen Tanzes und lassen doch zahlreiche Verbindungen zur Modefotografie zu, für die de Meyer, der zur gleichen Zeit für die „Vogue“ fotografierte, bekannt geworden ist. Zur Disposition steht dabei auch die Definition von Fotografie als Tanz- und/oder Modefotografie und damit übergreifend die Frage wie, das heißt, unter welchen Bedingungen und auf welche Art und Weise wir einen Gegenstand der Forschung bestimmen.

Dienstag, 3. Juli 2018, 14-16 Uhr:
Prof. Dr. Knut Ebeling: „Holes & Entrances. Theorie des Kellers“

Der Untergrund speichert. Nicht erst in der digitalen Epoche werden Daten im Erdboden versenkt, schon seit den ersten Höhlenmalereien entsteht im Schutz von Vertiefungen die erste Kunst. Aber auch die Gedächtnistheorie verräumlicht und visualisiert mit Vorliebe die Speicherung der Vergangenheit in Tiefenmodellen. Die Psychoanalyse codiert das Unbewusste als Untergrund und Keller, in dem Entdifferenzierung, Wahn und Verdrängtes hausen. Dieser Keller als Verräumlichung des Gedächtnisses erscheint zeitgleich in zwei Filmen von Alain Resnais: in „Toute la mémoire du monde“, einem Dokumentarfilm über die französische Nationalbibliothek, wie in der ersten Sequenz von „Hiroshima mon amour“ – wo die Leichen im Keller des Unbewussten als die Untoten eines traumatisch Unvergessbaren wieder erscheinen. Als Motto und Einstieg in die Theorie des Kellers dient Terry Fox’ Video „Holes and Entrances“ (1979), dessen Kamera sich wieder und wieder in den Untergrund versenkt.

Die Vorträge finden im Großen Hörsaal in der Bismarckstraße 1a (91054 Erlangen) statt.

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