Neue Publikation: »Theater im politischen Kampf« von Lea-Sophie Schiel

Lea-Sophie Schiel (Alumna und ehemalige Mitarbeiterin des ITM, Promovendin und Performerin) hat ihre Magisterarbeit veröffentlicht, für die ihr im Jahr 2012 der Förderpreis der Gesellschaft für Theatergeschichte verliehen wurde. Thema ist die Gründung und Auflösung der internationalen Theaterwoche der Studentenbühnen in Erlangen (1949-1968), die als Vorläufer der studentischen Initiative ARENA… der jungen Künste angesehen werden kann: ein spannendes Kapitel der Erlanger Theatergeschichte, das für auch für aktuelle Diskussionen zum Gegenwartstheater relevant ist.

„Macht endlich Schluss!“, lautete die Forderung der Studierenden 1968. Gemeint war die 17. Internationale Theaterwoche der Studentenbühnen in Erlangen. In Zeiten des politischen Kampfes befände sich politisch-engagiertes Theater im Widerspruch zu den Zielen der politischen Linken – so die Ansicht der Studierenden. Da studentisches Theater lediglich „scheinrevolutionäre Ersatzbefriedigung“ sei, müsse die direkte Aktion an seine Stelle treten. 

Die Studierendentheater in Deutschland waren nach dem Zweiten Weltkrieg Experimentierbühnen für zahlreiche Formen des politischen Theaters. Lea-Sophie Schiel spannt in ihrer Publikation den Bogen von der Motivation der studentischen Theaterschaffenden in den Anfängen 1949 bis zu ihren Zweifeln, dem Verlust ihrer Motivation und dem endgültigen Ende der Theaterwoche 1968. In ihrer historiographischen Analyse kommt die Autorin zu dem Schluss, dass die Diskussion um Theater-Begriffe zwangsläufig verbunden ist mit der Frage nach der gesellschaftspolitischen Konsequenz von Theater.

Lea-Sophie Schiel: Theater im politischen Kampf. Gründung und Auflösung der internationalen Theaterwoche der Studentenbühnen in Erlangen 1949-1968. Berlin: Gesellschaft für Theatergeschichte, 2016.

Die Publikation ist für 15,00 Euro über die Gesellschaft für Theatergeschichte zu beziehen:

Gesellschaft für Theatergeschichte e. V.
c/o Dr. Ralf Schuster
Sponholzstraße 27
12159 Berlin

sowie online über: schatzmeister1[at]theatergeschichte.org

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